Dienstag, 30. Juni 2015

Der Mann aus Russland konnte lachen...



Voller Naivität ging ich die vergangenen 25 Jahre davon aus, dass der kalte Krieg, der meine Jugend maßgeblich beeinflusste, nach Öffnung des "Ostblocks" endlich vorbei sei.

Die Realität zeigt, wie die aktuelle Berichterstattung deutlich macht , leider ein anderes Bild. 

Von Jugend an, gab es die "bösen Russen" auf der einen und den "guten Amerikaner" auf der anderen Seite. 

Die Wahrheit sieht aber wesentlich differenzierter aus. 


Am Ende sind es die selben machtpolitischen Spielchen wie schon in den achtziger Jahren.
Ein perfides Spiel um den Zugang zu Recourcen auf der einen und Einfluss auf Regierungen auf der anderen Seite. 


Allerdings sind die Rollen nicht mehr so klar verteilt, wie man uns erfolgreich in der Vergangenheit weiss gemacht hatte.
Sollten sich doch zumindest in der Theorie die Machtverhältnisse geändert haben. 

Gibt es doch einen neuen Player im Spiel...
... ein geeintes Europa! Wirtschaftlich stark und politisch autonom. 

Soweit zumindest die Theorie, die aber auch in diesem Fall, einmal mehr, nur grau ist.

Auf der einen Seite stehen eine, innen und außenpolitisch angeschlagene, USA, einem auf der anderen Seite, seinen Satelliten und seiner Wichtigkeit berauben Russland gegenüber, das trotz ebenfalls größter innenpolitischer Probleme, krampfhaft nach altem Glanz strebt. 

Dazwischen ein bürokratisch überfrachtetes, mit wirtschaftlichem Chaos kämpfendes und zur politischen Handlungsunfähigkeit verdammtes Europa. 

Sowohl die USA, als auch Russland tun dabei das, wofür Regierungen eigentlich gewählt sind. Sie versuchen, aus welchem Grund auch immer, und unbenommen weiterer Motive, das Beste und Nützlichste für jeweils ihr Land zu erreichen. 

Dafür werden nun auch wieder kräftig die Säbel gerasselt und die Hosen dick aufgebläht. 

Und was tut Europa? 

Es lässt die Chance verstreichen eben KEINE einseitige Stellung zu beziehen und sich dabei vor irgendeinen Karren spannen zu lassen, sonder selbstbewusst zu sagen, "Nicht mit uns" 

So steht also das europäische Lamm blökend zwischen dem American Eagle und dem russischen Bären, ohne zu bemerken, dass es eigentlich ein starker Widder sein könnte, dem der zerzauste Geier und der Tanzbär nichts entgegen setzen könnten, sofern er es nur will.


Montag, 29. Juni 2015

Dank an meine Leser in den USA

Beim Check der von Google angebotenen Statistik zu meinem Blog, fällt mir auf, dass nach Deutschland, die USA die meisten Aufrufe meiner Seite hat... immerhin über 80.

Dies überrascht mich zwar sehr, da ich ja auf deutsch schreibe, aber es freut mich natürlich auch. 

Deshalb möchte ich mich an dieser Stelle mal auf englisch bedanken. 




Dear friends from the United States of America,  
especially dear friends from NSA, CIA, FBI and last but not least NCIS (hi, special agent Gibbs) 


I will say thank you for your interest in my new Blog. I feel more important now, because I have heard, that you also follow the blogs of the German Nachrichtendienst and Kanzleramt


Ist a petty for me, that you are interested in my life and my little stories about it.
The more, as I don't know, even don't  write , anything about terrorist, IS, Al Qaida or Islamists

I hope you will enjoy my little stories also in future. 


On the other hand, if it's just one of your bots reading my posts and you will find any bad words in it, you or your special forces are invited to meet me at home for a cup of coffee and perhaps an ice bomb.
If so, please do me one favour and bring the last backup of my secret and private PC with you. 


I've lost all my data in a fatal Software Crash 


Thanks a lot in advance 


Your sincerely
Pfleiderer

MS Selbsthilfe Gruppe

Diese Gruppe wurde von einer guten Bekannten von mir ins Leben gerufen.
Macht mit!  Gemeinsam sind wir stark.

https://www.facebook.com/groups/772808819505252/

Sonntag, 28. Juni 2015

Mayas und Che Guevara (1)



Nach ein paar Tagen Unterbrechung setzte ich meinen Reisebericht heute fort.
Es fiel mir die letzten einfach schwer, mich bei "Herbstwetter" auf meine, doch schon 12 Jahre zurück liegende, Karibik Reise zu konzentrieren. 

Auch jetzt sitze ich bei ungemütlichen 12 Grad auf meiner Terrasse und versuche das karibische Gefühl durch Musik von Ibrahim Ferrer zu erzeugen.
Also kann es weiter gehen. 

.... 



Pünktlich um 4:00 stand ich auf, um mir anzusehen wie das Schiff aus dem Hafen von Montego Bay in Richtung Cozumel auslief.
Am Vorabend hatte ich noch solange das Schiff erkundet, bis die Akkuanzeige meines Restkraftverstärkers rot aufblinkte , um mir anzuzeigen, dass er jetzt bald an das Ladegerät müsste. 
Bei meiner Erkundung bezuchte ich, nicht ohne mich dabei mehrmals im Labyrinth der Gänge zu verlieren, alle zwölf Decks der "Arosa Cara", wovon die Decks 4 bis 7 die Passagierkabinen beherbergten. Rund 1.200 Passagiere fanden hier Platz. 

In den darunter liegenden Decks waren nochmal so viele Personen untergebracht, die allerdings zum Arbeiten, nicht zum Urlaub machen an Bord wahren. 
Über den Passagierdecks lagen dann die Decks mit Restaurants, Bars, Theater, Spa Bereich und eben Allem was den an Bord befindlichen Passagieren den Aufenthalt angenehm und interessant gestallten sollte. 
Es war wirklich eine kleine schwimmende Stadt, und wie bei einer kleinen Stadt, musste man sich erst einmal zurechtfinden, zumal mit dem Rollstuhl der ein oder andere Umweg notwendig war.
Da gab es Türen die zu schmal und Absätze die zu hoch waren , doch auch immer einen Weg um dies zu umgehen. 
Meine kleinen "Verfahrer" führten mich zu den Kabinen des Deckpersonals, zu den Unterkünften der Matrosen und auch den Kapitän durfte ich dabei schon kennenlernen. Nebenbei erfuhr ich dann noch, dass das erste Ziel die Insel Cozumel sein sollte, die der mexikanischen Halbinsel Yucatan vorgelagerte drittgrößte Insel Mexikos. 

Es ist eine Begleiterscheinung beim Reisen mit dem Rollstuhl, dass man sich schon rein optisch vom Rest der Menschen unterscheidet. 
Dies hat zut Folge, dass es scheinbar leicht ist im Gedächtnis derer zu bleiben, die man dabei trifft.

So war es auch hier. Als einer von 4 Rollstuhlfahrern unter 1.200 Passagieren, war ich schon nach meiner nächtlichen Exkursion bekannt, wie der sprichwörtliche "bunte Hund".
Nach einer Nacht auf See, war in Cozumel ein ganztägiger Ausflug zu den Maja-Ruinen geplant, für den festes Schuhwerk und gute körperliche Verfassung empfohlen wurde. 
Na, das fing ja gut an. Ich komme mit meinem Rollstuhl zwar fast überall hin, aber eben nur "fast".
Und über Steinbrocken und auf Pyramiden klettern konnte ich beim besten Willen nicht.
Ich bezweifelte auch, dass die Mayas, auch wenn sie für ihre Zeit Grosses geleistet hatten, schon behindertengerecht gebaut hatten.
Also bedeutete das für zwei Tage, diese am Pooldeck oder in einem Hafencafé zu verbringen, was für mich nach der, doch strapaziösen  Anreise, vielleicht auch ganz gut war. 
... 
Nachdem ich mich frisch gemacht hatte, begab ich mich auf Deck 5 ans Heck des Schiffes, um von dort aus zu beobachten, wie das Schiff in See stach. 
Es gab dort eine Art Balkon und ich machte es mir an der Reling bequem. Unterwegs hatte ich mir noch meinen Thermobehälter mit frischem Kaffee auffüllen lassen, hatte mir von einem der philippinischen Jungs, die dabei waren das Frühstücksbuffet zu füllen, zwei noch warme Brioche besorgt und meine Zigaretten hatte ich auch dabei. 
So ausgestattet beobachtete ich völlig ungestört den wundervollen Sonnenaufgang über Jamaika und frühstückte nebenbei. 



Weit über mir konnte ich leise die Stimmen weiterer Frühaufsteher vernehmen, die das Schauspiel wohl vom Pooldeck aus verfolgen wollten.
Wie in diesen Breiten üblich, war der Sonnenaufgang intensiv, aber kurz. Die eben noch dunkle Nacht, nur unterbrochen von den Lichtern Montego Bays, wandelte sich in nur wenigen Minuten zu hellem Tag. 

Zu meinem ersten Tag auf See. 

Die Sonne stieg, am nicht ganz wolkenlosen Himmel, hinter den Hügeln Jamaikas auf und tauchte die Insel zuerst in tiefes Rot, dann in sonniges Gold, um schließlich in einem gleissenden Gelb die See in einem hellen Azurblau strahlen zu lassen. 
Ein tiefes Brummen riss mich unsanft aus der ruhigen Sanftheit meiner Beobachtungen. 

Beim Blick über die Reling auf den Wasserspiegel konnte ich am aufschäumenden Wasser erkennen, wie die Motoren sich und damit das Schiff in Bewegung setzten. 
Mit einem Kaffee in der einen und einem Brioche in der anderen Hand, sah ich, wie Jamaika sich immer mehr mit dem Horizont verband und schließlich verschwunden war. 
 
Wir befanden uns auf hoher See mit Ziel Mexiko. 
Es tröstete mich zu wissen, dass wir am Ende der ersten Woche meines Urlaubs, nochmals Jamaika anlaufen würden, was mir dann Gelegenheit geben würde, die Insel des Reggae und der Rastafaries besser kennen zu lernen. 
Nach einem Tag und einer Nacht auf See sollten wir dann das Ziel der ersten Etappe, Cozumel, erreichen. 
Nachdem wir uns auf hoher See befanden, es war mittlerweise gegen 9:00 vormittags, rollte ich in eines der Resaurants um nochmal ausgiebig zu frühstücken, was mir erstmals in Ruhe die Gelegenheit gab, meine Mitpassagiere näher zu begutachten. 

Als erstes bemerkte ich, dass ich mit meinen 41 Jahren zu den jüngeren Passagieren gehörte. 
Nun gut, ich hatte mich absichtlich für ein Schiff entschieden, das nicht zu den Partyschiffen der Flotte gehörte.
Trotzdem kam ich mir in dem Moment mehr vor, wie auf einer Kaffeefahrt eines örtlichen Busunternehmens.

Das Frühstüchsbuffet wurde geradezu überfallen und die Menschen schleppten vollbepackte Teller an ihre Plätze, als ginge es darum, wer wohl seinen Teller am vollsten laden kann, ohne unterwegs etwas zu verlieren.

Die fleissigen, meist phillipinischen Helfer, waren dann damit beschäftigt die zurück gelassenen Schlachtfelder schnell wieder zu säubern. Dabei entsorgten sie dann Unmengen von nicht verspeistem, was mich auch nicht weiter wunderte, da Pancakes mit Ahornsirup, Räucherlachs mit Senfsauce, Ham and Eggs und Nuss-Nougat-Creme, garniert mit einm Spiegelei und Himbeermarmelade, zusammen auf einem Teller ja auch nicht schmecken können.

Nachdem ich meinen Espresso und ein Schokoladencroissant zu mir genommen hatte, begab ich mich, ausgestattet mit den erasten Eindrücken von meinen Mitreisenden auf mein Zimmer, hoffend, dass bei über tausend Passagieren doch wengstens ein paar dabei sind, mit denen man ein paar schöne Stunden verbringen kann.

Auf meiner Kabine angekommen musste ich feststellen, dass meine Akkus schon wieder zur Hälfte leer waren, obwohl ich sicher nicht zehn von den angegebenen 20 km Reichweite zurück gelegt hatte.
Allerdings war en auch alle Gänge mit recht tiefen Teppichböden ausgelegt, die das Fahren mit dem Rollstuhl sehr erschwerten und die entsprechend viel Energie gekostet haben dürften.

Ich legte mich zwei Stunden auf mein Bett und verspührte schon wieder Hunger. Dies muss wohl an der Seeluft gelegen haben. 
Also stand ich auf, zog mich um und rollte, dieses mal in das andere Buffetrestaurant an Bord.

Auch hier wieder das selbe Bild wie zum Frühstück. Lange Schlangen bildeten sich an beiden Buffettheken.
Todesmutig reihte ich mich am Ende der einen Schlange ein, darüber nachdenkend wie ich den Teller mit Sauce wohl heil an meinen Tisch bringen würde. Vor mir in der Schlange stand ein grosser Kerl, der trotz seiner Grösse, genauso breit wie hoch wirkte.

"Der bräuchte eigentlich sowieso nichts mehr zu Essen" dachte ich so vor mich hin, während ich mir einen leeren Teller auf den Schoss stellte.
So rollte ich, brav in der Schlange bleibend, an den Salaten und Vorspeisen vorbei, immer dem Fleischklops vor mir folgend.
Ich hatte einfach nur Lust auf etwas warmes und hatte weiter vorne an der Theke schon etwas entdeckt, was mich ansprach.
MeatLoaf war natürlich vor mir an der Stelle an der ein kleiner Phillipini Scheiben von einem grossen Stück Roastbeef abschnitt und den wartenden reichte.

"Nu, geben se mir een grosses Stück von dem Fleische da. Aber a scheenes nu!!" bellte der Fleischklops in klarsten Sächsisch vor mir, während er seinen, schon mit allem was vorher aufzuladen war gefüllten, Teller über die Theke reichte.

Der junge Kerl hinter der Theke schnitt, mir ein verstohlenes lächeln zuwerfend, eine dicke Scheibe des Resttückes Roastbeef ab, das noch vor ihm lag und legte es auf den ihm hingestreckten Teller.

Fleischklops wälzte sich eine Station weiter zu den Beilagen und ich kam endlich zum Fleisch.

"Hello Sir, would you please be kind and pass me over a small slice of this roastbeef?" sagte ich betont feundlich um mich vom rüden Ton meines Vorgängers zu unterscheiden.

Der junge Mann schmunzelte und antwortete "You're wellcome Sir. Wait a second, i will look for a new piece in the kitchen. This one is not a good piece" Mit diesen Worten verschwand er durch die Schwingtür hinter ihm und kam kurz später wieder mit einem neuen Roastbeaf zurück, von dem er mir zwei wunderschöne rosa Scheiben abschnitt. Das wohl etwas zähe Reststück, hatte er mitgenommen.

Inzwischen hatte mein fülliger Vor-Gänger die Beilagen erreicht und wohl auch davon schon kräftig aufgeladen. Jetzt stand er hilflos umherschauend vor der Theke, in der linken Hand seinen überfüllten Teller, in der rechten Hand eine Schöpfkelle mit, wie ich beim näherkommen bemerkte, Nudelsalat.

Seine fragenden Blicke schienen zu bedeuten, dass er, trotz jahrelanger Erfahrung, keinen Platz für den Nudelsalat auf seinem Teller mehr finden konnte.

Andererseits schien er sich von den Nudeln aber auch nicht mehr trennen zu wollen, oder er traute sich dann doch nicht den Salat zurück un die Schüssel zu tun.

So stand er ziemlich hilflos, bis ich ihn, immer auf die Soße in meinem Teller achtend, langsam erreichte.

"Wenn ich ihnen helfen darf" sprach ich ihn an "wenn sie den Daumen ihrer linken Hand etwas zur Seite schieben, dann gibt das sicher wieder etwas Platz auf dem Telle"

Wenn ich damit gerechnet hatte eine wütende, oder zumindest überraschte Reaktion ausgelöst zu haben, hatte ich weit gefehlt.

Mit einem dankbaren Nicken, schob er seinen Daumen geschickt auf dem Tellerrand etwas zur Seite, so dass er in eine Art Tomatensoße gequetscht wurde... und klatschte daraufhin den Nudelsalat teils auf die freigewordene Stelle, Teils auf ein Stück Fisch, das bislang auf... na ich weiss nicht was ... lag.

"Jetzet reicht es dann ooch..." stellte er noch siegesbewusst fest und walzte von Dannen.

Ich wusste im Moment nicht ob ich lauthals lachen sollte oder einfach nur den Kopf schütteln. Ich entschied mich für ein drittes und suchte mir lieber einen Platz.

Es ist immer wieder interessant wie Menschen die seit Wochen nichts mehr zu Essen bekommen hatten, sämtlichen Anstand verlieren und sich rücksichtslos der Nahrungssuche und der anschließenden Vernichtung der Selben widmeten.

In diesem Kampfschauplatz war es alles Andere als einfach unbeschadet mit einem Teller Roastbeef mit Kroketten, etwas Gemüse und Soße, den Weg zu einem freien Platz zu finden.

"Soll ich dir den Teller abnehmen und zum Tisch bringen? Die spinnen ja wieder total heute. Klar ist für viele der erste Tag mit freiem Gefresse" hörte ich hinter mir eine tiefe Stimme sagen.

Mich, wegen der Soße vorsichtig, umdrehend zeigte sich mir ein völlig unerwartetes Bild. Vier in schwarze Anzüge, weisse Hemden, schwarze Kravatten und dunkle RayBan Sonnenbrillen gekleidete Männer kamen auf mich zu. Der, welcher mich angsprochen hatte, trug noch einen ebenso schwarzen Hut und hatte seine langen blonden Haare zu einem Pferdeschwanz gebunden.

"Oh Gott, die Blues Brothers, dass ich sowas noch erleben darf" schoss es aus mir hervor. 
"na klar, aber ich hätte heute auch nicht mehr Kojak als Easy Rider gerechnet..." bekam ich als Antwort.

Zum Zeitpunkt der Reisae hatte ich mir die Haare bis auf zwei Millimeter abrasiert, so dass der Vergleich nicht ganz von der Hand zu weissen war.

Die vier Typen fielen zwischen den, stilsicher als Touristen verkleideten, älteren Herrschaften genau so auf, wie ich mit kahlem Kopf, Jeans und schwarzem Rippshirt in meinem Rollstuhl.

"Danke, ist eine gute Idee " sagte ich und reichte dem, der mich angsprochen hatte meinen Teller.

"Wir haben einen reservierten Tisch, draussen, ein Platz ist noch frei, kannst dich gerne dazusetzen Cowboy" sagte er breit grinsend.

"Gerne, was besseres finde ich hier sowieso nicht mehr" entgegnete ich ebenfalls grinsend, froh Fleischklops und Kollegen entkommen zu sein.

Er nahm meinen Teller und brachte in nach draussen, währnd seine Kollegen zum Büffet gingen.

"Ubrigens, Hans-Peter, oder beser HaPe" sagte ich zu ihm und streckte ihm meine Rechte entgegen.

"Reiner, oder Chuck,..."

"... wir müssen ihn immer Boss nennen..." rief eine der drei jungen Frauen, die schon am Tisch sassen dazwischen"
"... ich denke du kommst klar" nahm Chuck wieder das Wort "Lass dir nichts aufschwatzen, ich hole mal was zu Futtern"

Chuck verschwand und ich setzte mich zu den Mädels an den Tisch. 

Wie man wohl bemerkt hat, strimmte die Chemie sofort.
Die Männer in schwarz und die drei Frauen gehörten zu einer Bluesband aus Aachen, die für die Reise engagiert worden war.

Sie waren in Warnemünde an Bord gegangen und hatten schon die 20 tägige "Seeroute" hinter sich. Jetzt würden sie sie die selbe 14 tägige Karibikkreutfahrt wie ich mitmachen und im Anschluss wieder 20 Tage zurück übers offene Meer. 

... Fortsetzung folgt (kann nicht mehr tippen)































Samstag, 27. Juni 2015

3-2-1 ihres



Ihr kennt doch bestimmt die Dreierregel? 

Diese sagt ja bekanntlich aus, was wir Menschen grundlegend benötigen, um zu überleben. 

Wir können drei Wochen ohne Essen überleben. 

Drei Tage ohne Wasser. 

Drei Minuten ohne Luft. 

Somit haben wir drei grundsätzliche, lebenswichtige Bedürfnisse des Menschen. 

Wie immer wenn es Bedürfnisse gibt, bedeutet dies gleichzeitig auch Nachfrage nach dem Gut, das dieses Bedürfniss deckt.
Und schon bald gibt es dann jemand, der diese Güter, die zur Deckung des Bedürfnisses gebraucht werden, vereinnahmt, um sie an den meistbietenden zu verkaufen. 

Drei Wochen ohne Essen... 

Den Food-Markt teilen sich weltweit gerade mal zehn Unternehmen. Diese fünf bestimmen, was an Lebensmitteln produziert wird und wer sie zu welchem Preis bekommt. 


Es gibt genug Lebensmittel für Alle. Es müsste keinen Hunger geben.  Doch die Verteilung erfolgt nicht nach humanitären, sonder nach monetären Gesichtspunkten. 

Drei Tage ohne Wasser. 

Wir in Deutschland haben zu unserem Glück genügend Wasser. Trotzdem ist Wasser beileibe nicht umsonst.
Die Kosten für Leitungswasser übersteigen zum Teil schon jetzt die Kosten für gekauftes Mineralwasser. 

Trotzdem wird Wasser bei uns noch dezentral verteilt und die der Preis bestimmt sich aus den ungelegen Kosten der Aufbereitung und Verteilung. 

Was aber, wenn Wasser nicht mehr verteilt, sondern verkauft wird,...  an den Meistbietenden ? 

Neueste Tendenzen legen nahe, dass die Wirtschaft, auf der Suche nach neuen gewinnbringenden Märkten, das lebenswichtige Wasser entdeckt hat.

Aussagen wie die eines Vorstands von Nestlé, dass Wasser kein Grundrecht des Menschen sei,



zeigen wohin der Weg geht. 


Eine große Rolle spielt dabei das von den USA und Kanada angestrebe Freihandelsabkommen mit Europa. 
Zusammengefasst geht es dabei darum, dass die USA und Europa frei und ohne Begrenzung Waren und Dienstleistungen austauschen können.
Klingt ja eigentlich ganz gut...  Auf den ersten Blick.
Auch die Europäische Wirtschaft kann dann ja ihre Waren leichter in den USA verkaufen und damit in Europa Arbeitsplätze und Wohlstand sichern. 
Für mich bleibt da ein großes Fragezeichen. Warum ist ausgerechnet die USA, die Jahrzehnte lang ihre Märkte rigide gegen einen freien Handel abgeschottet hat, plötzlich an einem solchen Abkommen interessiert?
Aus Menschenfreundlichkeit? 

Wohl kaum. Die amerikanische Wirtschaft liegt am Boden und soll über dieses Abkommen wieder angekurbelt werden. 
Das größte Problem ist aber in meinen Augen, dass auch das Recht beinhaltet ist, dass die Recourcen eines Landes, also auch unsere, frei verkäuflich und handelbar gemacht werden sollen. 
Drei Tage ohne Wasser. 
Auch unser Wasser wäre frei handelbar... könnte aufgekauft und dann an den Höchstbietenden weiterverkauft werden. 
"..   Wasser ist kein Grundrecht "
...  drei Tage ohne Wasser 


Es gibt eben nichts, was man nicht auch verkaufen könnte, solange ein Bedarf danach besteht. 

...  DREI MINUTEN OHNE LUFT... think about




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Mittwoch, 24. Juni 2015

Mose 1.26 ...und Gott schuf den Menschen nach seinem Bilde...


Da sprach Gott: Laßt uns Menschen machen nach unserem Bilde, uns ähnlich, und sie sollen herrschen über die Fische im Meer und über die Vögel am Himmel und über das Vieh und über alle wilden Tiere und über alles Gewürm, das auf der Erde umherkriecht. 
Und Gott schuf den Menschen nach seinem Bilde - nach dem Bilde Gottes schuf er ihn; als Mann und Weib schuf er sie. 

Man stelle sich meine Verwirrung vor, als ich beim Lesen dieser Worte, im Fersehen ausgerechnet Dieter Bohlen sah, wie er sein dummbreites Grinsen, für Werbung einer Versicherungsgruppe verkaufte.

Sollte es wirklich das gewesen sein, was mir diese Worte aus der Genesis sagen wollten.

Gott sieht aus wie Dieter Bohlen? 
Ein gruselicher Gedanke. Stelle dir vor, du stehst am Tag des jüngsten Gerichtes vor einem Wolkentisch,... vorne drei Leuchttafeln mit Kreuzen drauf..., dahinter auf einem goldenen Sitz Dieter Bohlen... ein Engelschor singt Geronimos Cadillac, während Heidi Klum zu dir sagt "heute haben wir leider kein Photo für dich"  ... nein, kann eigentlich nicht sein... hoffentlich

doch da stellt sich mir schon die nächste Frage. Wenn wir Menschen nun nach Gottes Bild gemacht sind, wer sieht den nun wirklich wie Gott aus, wenn es fast 3 Mrd Menschen gibt, die fast alle unterschiedlich aussehen.

Etwa doch Bruce Dernell... nein, ...weiche, Gedanke...

Vielleicht ja doch eher der Papast, als legetimer Verteter Gottes, wenn man der katholischen Kirche glauben darf.

Ja, das könnte hinkommen. Die Päpste sehen ja doch alle immer fast gleich aus.

Doch, was ist dann mit uns 3Mrd anderen Menschen. Sind das dann alles Fehlversuche, Montagsmenschen? ...und wenn ja, was sagt diese Ausschussquote über den Hersteller aus?
Mercedes Benz wäre damit schon längst pleite.

Und dann erschuf er die Menschen als Mann und Frau.

Warum eigentlich? Hätte er es beim Mann alleine belassen, gäbe es keine genetische Evolution, sondern nur direkte Klone.

Das würde doch viel besser zum göttlichen Selbstverständnis passen und ich müsste mir jetzt diese ganze Frage nicht stellen, sondern bräuchte nur in den Spiegel zu schauen.

Ich sehe schon, mit diesem Ansatz komme ich nicht weiter. Doch was, wenn "Nach seinem Bilde" eben nicht bildlich, sondern vielmehr metaphorisch gemeint ist, also nicht das Aussehen, sondern das Wesen, das Verhalten des Menschen gemeint wäre?

Idi Amin, Ted Bundy, Hitler, Stalin, der Kanibale von Rothenburg ... (kann beliebig fortgesetzt werden)

... bei diesem Ansatz ist eindeutig noch mehr schief gegangen. Dann doch besser noch Dieter Bohlen

Es bleibt die Frage, wie ein unfehlbarer Gott so viel Müll und Ausschuss produzieren kann. 
Immerhin hatte er ja 30.000 Jahre Zeit und hat vorher ja schon bei diversen anderen Modellen geübt. 

Und dann die Ausrede mit dem abtrünnig gewordenen Personal, das dann für alle Fehler und Probleme zuständig sein soll.

Ja, wenn ich doch allwissend und unfehlbar bin, dann schmeiss ich die doch raus BEVOR sie Scheisse bauen, was bringt mir denn sonst so eine Unfehlbarkeit, wenn sie nicht funktioniert.

Manchmal habe ich schon den Eindruck als wäre hier ein Auszubildender am Werk gewesen, hätte seinen ersten Planeten zum üben bekommen und hätte dann kräftig damit rumgespielt, bis sein Ausbilder ihm diesen weggonommen hätte, um ihn ans hintere Ende des Universums zu hängen mit den Worten.

"Na Burschi, des wor woi nix. Des nächste Moi basst foi besser auf, goi"

O.K. ...auch dieser Ansatz führt nicht weiter

Vielleicht bedeutet es ja auch, dass wir alle die Fahigkeit des göttlichen in uns tragen, dass wir keine Kirchen bräuchten, die uns vorschreiben, wie wir unseren Glauben zu leben haben damit wir diese Göttlichkeit in uns nicht erkennen. Vielleicht ist das ja der Grund, wesshalb wir aus Missgunst.. Neid...

... hmmm .... keine Ahnung, auch keine göttliche




Ja, liebe Freunde, jetzt wird es alttestamentarisch. 

Ich denke, dass sich jeder Mensch, insbesondere der, welcher unter einer Krankheit, einer Behinderung oder unter Beidem leidet, irgendwann einmal die "Glaubensgfrage" stellt. 

Dann gibt es diejenigen, die sich in ihrem Glauben bestätigt fühlen und meist voller Hoffnung diesen Glauben noch intensiver leben und
die Anderen, und zu denen zähle ich mich selbst, fangen an zu hinterfragen was ihnen schon in Kindheitstagen beigebracht wurde.

Im Neckartal im Herzen Schwabens gebohren, wuchs ich katholisch erzogen auf. Ich besuchte den Kommunionsunterricht und war Ministant.

Es wäre mir nicht im entferntesten in den Sinn gekommen zu hinterfragen ob es einen Gott gibt, und wenn ja, ob ich damit einverstanden bin was er dann so alles anstellt, auf der Welt, die erschaffen zu haben er sich zuschreibt.

Mit fortschreitendem Alter und damit einhergehendem Wissen, mehrten sich aber die Stmmen in mir, die begannen zuerst das Wirken und dann die Existens eines Gottes in Zweiffel zu ziehen.

Durch meine Erkrankung an Multipler Sklerose wuchs meine Skepsis weiter, zum einen weil ich nun die Zeit hatte mich mit solch philosophischen Gefdanken zu befassen, zum Anderen aber, weil ich in meinem Direkten Umfeld immer mehr das Leid sehen musste.

Nicht umsonst heisst es in der katholischen Sprachweise ja "Ora et labora" ... "betet und arbeitet", womit das nachdenken zunächst einmal ausgeschlossen und wohl auch unerwünscht ist.

Die Katholische Kirche beruft sich dabei ja immer wieder gerne auf die direkte Bedeutung der heiligen Schrift.

In diesem Zusammenhang kommen mir immer wieder die zitierten aus der Genesis in den Kopf. 

Immer dann zumindest, wenn ich die Menschen, ihr Handeln und ihre Grausamkeit nicht verstehen kann.

Damit möchte ich diejenigen unter euch die "glauben" keineswegs diskreditieren. Doch es heisst ja "glauben" und nicht "wissen".

Da muss es ja auch erlaubt sein kritisch zu hinterfragen.

..."und Gott schuf den Menschen nach seinem Ebenbild"







 

Die Tür schwingt immer nach beiden Seiten

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Ich bin kein Rassist und mag es auch nicht, wenn man mir das Gefühl geben möchte, einer zu sein. 

Ich habe keinerlei Probleme mit Menschen anderer Hautfarbe oder ethnischer Herkunft.

Im Gegenteil, ich bin neugierig wie Menschen die andere Wurzeln wie die meinen haben , leben, denken und handeln. 

Doch erwarte ich von allen Menschen um mich herum das Selbe. Egal welcher Hautfarbe und welchen Glaubens. 

Deshalb kann ich es unter keinen Umständen akzeptieren, wenn Menschen, denen ich mein Haus öffne, mich wegen meiner Hautfarbe, Gesinnung und Lebensart verurteilen. 

Sind nicht diejenigen die wahren Rassisten, die Uns und unsere Lebensart verdammen und die versuchen, uns und unser Land zu ihrem Vorteil zu verändern?

Wehren wir uns dann, schreien sie laut "Rassist" 

Da kann ich, beim besten Willen, nicht einverstanden sein. 

Gastfreundschaft besteht immer auch aus einem Gastgeber und einem Gast.
Und der Gast sollte sich eben auch als Solcher verhalten, sonst hat er diese Freundschaft nicht verdient.

Mein Haus, meine Regeln! 

So einfach ist Das eigentlich.

Dienstag, 23. Juni 2015